Du musst den Architektenplan nicht nachzeichnen, um Möbel darauf zu planen. Das PDF enthält den Grundriss fast immer als Vektorzeichnung. Nötig ist nur ein Schritt: den Massstab an einer bekannten Strecke messen.
Die meisten Raumplaner lassen dich den Grundriss neu aufbauen: Wand für Wand, Fenster für Fenster. Das dauert eine gute Stunde. Und jede Wand ist eine Zahl, die du abgelesen und wieder eingetippt hast.
Schiefe Wände, Nischen und Vorsprünge fallen dabei als Erstes weg, weil sie mühsam sind. Genau an ihnen entscheidet sich später, ob der Schrank passt. Dein Plan hat diese Arbeit schon hinter sich.
| Art | Woran du es erkennst | Was möglich ist |
|---|---|---|
| Vektorplan aus dem CAD | Beim Hineinzoomen bleiben die Linien scharf. Der Text lässt sich markieren. | Die Wandlinien werden gelesen, Möbel rasten daran ein |
| Scan oder Foto vom Plan | Beim Hineinzoomen werden die Linien pixelig | Planen und messen geht, aber nichts rastet ein |
Frag deshalb nach der PDF-Fassung aus dem CAD, nicht nach dem Scan. Es ist derselbe Plan, aber nur einer davon rechnet mit.
Im Plan steht eine Angabe wie 1:50. Sie gilt aber nur für den Ausdruck in Originalgrösse. Wurde der Plan auf A4 verkleinert, gescannt oder ausgeschnitten, stimmt sie nicht mehr. Die Beschriftung bleibt trotzdem stehen.
Ein falscher Massstab liefert keine Fehlermeldung, sondern eine selbstbewusst falsche Antwort. Deshalb wird gemessen: du wählst zwei Punkte, deren echten Abstand du kennst, und gibst ihn ein.
Sobald der Massstab steht, ist jede Länge im Plan eine echte Länge. Damit beantwortest du die Fragen, wegen denen du den Plan geöffnet hast: