Ein Möbelstellplan ist ein Grundriss, auf dem jedes Möbel als Fläche an seinem Platz steht. Er beantwortet vor dem Umzug, was du sonst erst beim Abstellen merkst.
Meistens für einen dieser vier Anlässe:
Ein Stellplan ist erst brauchbar, wenn auch das darauf steht, was keine Möbel sind. Die vergessenen Dinge kosten am Ende den Platz:
| Was | Warum es zählt |
|---|---|
| Türen mit Anschlag | Eine Tür braucht ihren Viertelkreis. Dort steht nie ein Möbel. |
| Fenster mit Brüstungshöhe | Ein Sideboard darf davor stehen, ein Schrank nicht. |
| Heizkörper | Nehmen Wandlänge weg und wollen Luft. |
| Steckdosen und Anschlüsse | Kosten keinen Platz, entscheiden aber, wo Schreibtisch und Fernseher stehen. |
| Nischen und Vorsprünge | Genau dort will der Schrank hin, und genau dort stimmt das Mass selten. |
Miss die Wände von Störung zu Störung, nicht von Ecke zu Ecke. Fast jede Wand ist kürzer, als sie im Grundriss aussieht.
Üblich sind zwei:
| Massstab | 1 Meter wird zu | Wofür |
|---|---|---|
| 1:50 | 2 cm | Einzelnes Zimmer. Auch ein Nachttisch bleibt erkennbar. |
| 1:100 | 1 cm | Ganze Wohnung. Passt auf ein Blatt A4. |
Welchen du nimmst, ist zweitrangig. Wichtig ist nur, dass Raum und Möbel denselben haben. Der häufigste Fehler ist ein Grundriss in 1:100 mit Möbeln, die aus einer Vorlage in 1:50 stammen. Dann passt auf dem Papier alles doppelt so gut wie in Wirklichkeit. Wie man umrechnet, steht unter Grundriss-Massstab.
Grundriss ausdrucken, Möbel im selben Massstab auf ein zweites Blatt zeichnen, ausschneiden, schieben. Diese Methode ist alt und immer noch gut: sie zeigt sofort, was passt, und man verschiebt mit den Fingern statt mit der Maus.
Ihre Grenzen sind allerdings die, wegen denen die meisten Pläne am Ende falsch sind. Der ausgedruckte Plan hat selten den Massstab, den er behauptet, weil der Drucker auf Seitengrösse skaliert. Türen und ihr Aufschlagbereich fehlen fast immer. Und Abstände misst niemand nach, man schaut sie an.
Es gibt Vorlagen zum Ausfüllen. Sie sparen das Zeichnen des Rasters und bringen dafür ein neues Problem: ein Raster ist kein Grundriss. Sobald deine Wohnung eine Nische, einen Vorsprung oder eine schräge Wand hat, endet die Vorlage.
Der Weg, der die beiden Fehler oben vermeidet: den Grundriss verwenden, den du ohnehin hast, den Massstab einmal an einer bekannten Strecke festlegen, und danach jedes Möbel mit seinem echten Mass eingeben. Was zu eng wird, fällt sofort auf, weil die Abstände mitlaufen.