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Ein Büro einrichten

Die Frage lautet selten, ob ein Tisch hineinpasst. Sie lautet, wie viele Arbeitsplätze auf die Fläche gehen, ohne dass die Wege zu eng werden. Und die Antwort steht nicht in der Quadratmeterzahl.

Warum Quadratmeter die falsche Zahl sind

Eine Fläche von 40 Quadratmetern klingt nach sechs Arbeitsplätzen. In Wirklichkeit binden Türen, Wege, Schränke und die Ecke, in der niemand sitzen will, oft die Hälfte. Der Rest lässt sich nicht frei einteilen, weil Fenster und Steckdosen bestimmen, wo ein Tisch stehen kann.

Deshalb geht die Rechnung nur über den Plan, und dort in dieser Reihenfolge.

1. Was feststeht

Zuerst kommt in den Plan, was sich nicht verschieben lässt: Fensterachsen, Türen mit ihrem Aufschlagbereich, Säulen, Heizkörper, Steckdosen und Netzwerkdosen, Serverschrank, Teeküche. Diese Punkte entscheiden die Einrichtung stärker als jeder Plan im Kopf.

Besonders die Fenster: ein Bildschirm sollte quer zum Fenster stehen, nicht davor und nicht mit dem Rücken dazu. Sonst blendet es oder spiegelt. Das halbiert in vielen Räumen die möglichen Tischstellungen.

2. Die Wege

Erst danach die Wege, und zwar vor den Tischen. Wer die Tische zuerst setzt, findet für den Weg immer noch eine Lücke, und die ist dann zu schmal.

SituationFaustwertWarum
Hauptweg durch den Raum120 cm Zwei Personen kreuzen sich, ohne anzuhalten
Nebenweg zu einem Platz90 cm Einer geht durch, auch mit Unterlagen im Arm
Hinter einem Bürostuhl100 cm Der Stuhl fährt zurück, die Person steht auf
Vor einem Schrank mit DrehtürTürbreite plus 20 cm Davorstehen können, während die Tür offen ist
Vor einem RollcontainerAuszug plus 60 cm Die Schublade offen, und trotzdem Platz davor

Planungswerte aus der Praxis, keine Vorschrift. Verbindlich sind in der Schweiz die Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz mit der Wegleitung des SECO, die kantonalen Brandschutzvorschriften für Fluchtwege und, wo hindernisfrei gebaut wird, die Norm SIA 500. Deren Zahlen stehen unter Durchgangsbreite.

3. Die Arbeitsplätze

Ein Arbeitsplatz ist nicht der Tisch. Er ist der Tisch plus die Fläche dahinter, in der der Stuhl fährt und jemand aufsteht. Als Planungswert rechnest du mit rund einem Meter hinter der Tischkante.

Daraus folgt der Fehler, der in fast jedem selbstgemachten Büroplan steckt: zwei Tische Rücken an Rücken brauchen nicht zweimal die Tischtiefe, sondern zweimal Tischtiefe plus zweimal den Meter dahinter. Wer das übersieht, plant einen Raum, in dem zwei Leute nicht gleichzeitig aufstehen können.

4. Was danach kommt

Erst die Wege, dann die Tische Es ist die einzige Regel, die einen Büroplan rettet. Wege lassen sich nicht nachträglich einfügen, Tische schon.

Was der Grundriss nicht zeigt

Raumcheck prüft genau das auf deinem Grundriss: Plan als PDF hochladen oder Raum aus Massen zeichnen, Tische und Schränke massstabsgetreu draufstellen, zu enge Durchgänge werden gemeldet. Die Schwelle ist voreingestellt auf 900 Millimeter und frei einstellbar.
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