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Einen Laden einrichten

Bei einer Wohnung fragst du, ob das Möbel reinpasst. Bei einem Ladenlokal lautet die Frage anders: wie viel Ware geht auf die Fläche, ohne dass die Wege zu eng werden? Wer in der falschen Reihenfolge anfängt, plant den Laden zweimal.

1. Was sich nicht verschieben lässt

Zuerst kommt in den Plan, was bleibt: Säulen, Unterzüge, Notausgänge, Fensterfront, Kassenanschluss, Rolltor und Sanitärräume. Diese Punkte bestimmen die Einrichtung stärker als jeder Gestaltungswunsch. Sie sind auch der Grund, warum eine leere Fläche im Kopf immer grösser ist als im Plan.

2. Die Wege

Ein Laden hat drei Wege, die zusammen den grössten Teil der Fläche brauchen: vom Eingang in den Raum, entlang der Ware zur Kasse, und von jedem Punkt zum Notausgang. Die Regale füllen danach, was übrigbleibt.

GangErfahrungswertWofür
Hauptgang160 bis 180 cm Zwei Kunden mit Körben kommen aneinander vorbei
Nebengangab 120 cm Einer steht und schaut, einer geht vorbei
Vor einem Regalplus 40 cm Bücken und Greifen in die untere Reihe
Vor der KassePlatz für 3 bis 4 Personen Die Warteschlange darf keinen Gang blockieren

Erfahrungswerte, keine Vorschrift. Verbindlich sind die kantonalen Brandschutzvorschriften für Fluchtwege und, bei öffentlich zugänglichen Bauten, die Norm SIA 500. Deren Zahlen stehen unter Durchgangsbreite.

3. Die Regale

Regale rechnest du im Raster, nicht in Laufmetern. Ein Regalzug besteht aus einem Anfangsfeld mit zwei Seitenteilen und Anbaufeldern mit je einem. Fünf Felder à einem Meter ergeben deshalb etwas mehr als fünf Meter.

Wer die Wand auf den Zentimeter ausrechnet, bestellt ein Feld zu viel. Dazu kommt Luft an den Enden: eine Ladenwand ist selten so gerade wie im Plan.

Der Fall, aus dem dieses Werkzeug entstanden ist Ein Schweizer Fachhändler zog mit Laden und Lager in eine neue Halle. Die Frage lautete: gehen die vorhandenen Palettenregale auf die Fläche, wenn der Hubwagen noch durchkommt? Beantwortet wurde sie auf dem Hallenplan, vor der ersten Palette.

Was der Grundriss nicht zeigt

Ein Grundriss beantwortet die Frage in der Fläche. Vier Dinge entscheiden mit, und keines davon steht darin:

Zwei Varianten statt einer

Stell zwei Aufteilungen nebeneinander und vergleich die Zahl darunter: wie viele Regalfelder, bei welcher Gangbreite? Danach ist die Diskussion keine Frage des Geschmacks mehr. Sie wird zur Abwägung zwischen Warenmenge und Bequemlichkeit, und die kannst du entscheiden.

Genau dafür ist Raumcheck gebaut: Hallenplan als PDF hochladen, Regale und Gondeln massstabsgetreu daraufstellen. Die Gänge laufen beim Schieben mit und werden markiert, sobald sie zu schmal werden. Mehrere Varianten pro Plan.
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